Bullsport – Windhoek

Bullsport

Die Farm „Bullsport“ liegt in den Naukluftbergen, unweit von Sesriem. Dennoch ist die Landschaft hier völlig anders. Grün herrscht vor, vor allem jetzt, da Regenzeit ist. Die Farm grenzt an den nahen Naukluft Nationalpark. Einige spannende Wanderwege führen in verschiedene Zonen der Farm, unter Anderem durch die Köcherbaumschlucht. Uns reicht es nur zu einem Spaziergang durch die wilde Natur, da wir die Zeit für die Bildbearbeitung nutzen wollen.

Der Gemeinschaftscamping verfügt über zwei Toiletten und Duschen und einen schattenspendenden Unterstand. Die Strasse über den Bullsportpass führt sicht- und hörbar an der gegenüberliegenden Bergflanke vorbei – stört aber nicht, da nur ganz selten ein Auto oder Lastwagen vorbeifährt.

Ein Mitarbeiter der Farm aus dem Stamm der Kwando im Norden Namibias versorgt uns täglich mit Holz, Toilettenpapier und holt den Abfall ab.
„Er sei schon ein ganzes Jahr nicht mehr zu Hause bei seiner Familie gewesen. Das Geld reiche dazu nicht aus. Er könne ja nicht nach Hause reisen und kein Geld mitbringen, die Reise sei aber so teuer, dass dann nichts mehr übrig sei für seine alten Eltern …“ Wir haben so etwas wie Erbarmen und überlegen uns schon, ob wir ihm nicht einen Zustupf geben wollen, verifizieren aber das Gesagte noch bei der Farmleitung – zum Glück. Kwando hat im Norden Namibias, in seiner Heimat, mehrere Frauen, welche er regelmässig mit Geld versorgen muss. Jeden Monat erhält eine Andere das Geld … und damit ist unser Erbarmen einem Schmunzeln gewichen.

Und nun noch zwei „Bettmümpfeli“

(Zürcherdeutsch für das Täfelchen Schockolade vor dem Schlafengehen)

Windhoek

Nein, es gibt diesmal keine Bilder von Windhoek. Obschon wir zwei Wochen auf dem Camping der Gästefarm „Elisenheim“ stehen. Zuerst war da das kleine Offroad-LKW-Treffen einiger Mitglieder der LKW-Offroad-Gemeinschaft mit vielen Gesprächen und Erfahrungsaustausch.

Die Aufhängung unseres Zusatzdieseltanks hat sich verschoben. Kennerblicke stellen rasch fest: „Der Tank hängt zu tief! – so könnt ihr keine Tiefsandpassagen fahren ohne Schlimmeres zu riskieren“. „Ein neuer, kleinerer Tank muss her“ sagt Matthias. Wir sehen das ein. Wir hatten beim Ausbauer einen Tank mit 120 Liter Inhalt bestellt – wie wir später feststellen fasst der vom Ausbauer montierte Tank 180 Liter! Kein Wunder, dass er zu tief hängt! Etwas verzagt machen wir uns auf den Weg – und finden im Industriegebiet Lafrenz den „Bus-Builder Namibia“. „Der kann doch sicher einen Tank bauen“ sagen wir uns. Der initiative Jacques liegt unter das Fahrzeug und meint, er würde uns helfen. In zwei Tagen hätten wir einen neuen Tank aus Aluminium. Und so war es denn auch. Glücklicherweise blieben wir jedoch noch über Ostern in Windhoek – und stellten fest, dass der Tank undicht ist. Mit dem Tankbauer vereinbaren wir, dass wir im Mai wieder nach Windhoek kommen, um den Tank reparieren zu lassen, fahren also mit nicht ganz dichtem Tank los nach Botswana.