Finanzen & Versicherungen

Finanzen

Comdirect.de

Finanziell gesehen ein Thema ist die Geldbeschaffung im Ausland. Die Schweizerbanken und Kreditkarteninstitute verlangen dafür doch ins Geld gehende Gebühren. Bei der Schweizerischen Post-Finance fallen zwar auch keine Gebühren an, jedoch nur, wenn mindestens CHF 25’000 auf dem Konto liegen und das wollten wir nicht.

Nach Recherchen im Internet sind wir auf zwei deutsche Banken gestossen, die mit VISA-Kreditkarten den Bargeld Bezug im Ausland kostenfrei anbieten. Die DKB – Deutsche Kredit Bank AG kam für uns nicht in Frage, weil bei der DKB keine Prepaid-Visa-Karten erhältlich sind. Wir haben uns deshalb für die comdirect.de entschieden und diesen Schritt bis heute nicht bereut. Seit Dezember 2015 sind wir also Kunden der comdirect.de und verfügen dort über ein Giro-Konto und zwei Prepaid-Visa-Karten Konten.

Das Bewerbungsprozedere ist relativ aufwändig – im Besonderen ist es ungenügend, sich über ein schweizerisches Notariat als Person auszuweisen. Die Identitätsfeststellung war uns auch bei deutschen Poststellen nicht möglich. Bleib nur noch das Video basierte „Video-Ident-Verfahren“ und dieses funktionierte zu unserer vollen Zufriedenheit. Dazu benötigt man ein Telefon und eine Notebook mit eingebauter Webcam oder – wie wir – ein Tablet mit Webcam. Das Vorgehen ist auf der Webseite von comdirect.de bestens beschrieben (Google Suche: comdirect videoident).

Gewisse Unterlagen müssen der comdirect.de per Post zugestellt werden. Das Zustellen von Unterlagen per Post ist immer sehr mühsam und dauert eine Ewigkeit, bis der Eingang bei comdirect.de registriert wird und nächste Schritte eingeleitet werden können. Das ist jedoch nur bei der Beantragung des Kontos ein Problem, danach läuft alles elektronisch. Der Support per Email hingegen ist erstklassig. Geduldig, schnell und professionell werden Fragen beantwortet.

Organisation

Bezüglich Finanzen, als Ansprechperson und zur Begleichung von Rechnungen konnten wir einen Freund gewinnen, den wir schon langjährig kennen und der im Finanzwesen mehr als bewandert ist. Er wurde ebenfalls mit einer notariell beglaubigten General-Vollmacht versehen. Das bedingt natürlich auch volles Vertrauen, dass wir nicht plötzlich vor leeren Konten stehen – und er auf den Bahamas oder sonst wo weilt (nein, so weit würde er mit dem Scherflein nicht kommen).

Etwa alle vier Monate überweist uns unser Stellvertreter zu Hause einen grösseren Betrag auf unser Giro-Konto bei der comdirect.de. Wenn wir auf unsere Konten bei comdirect einloggen, haben wir das Giro-Konto sowie die zwei Prepaid-Visa-Konten übersichtlich im Blickfeld. Wir überweisen nun vom Giro-Konto auf jedes Prepaid-Visa-Konto einen Betrag, der es erlaubt, jeweils ZAR 10’000 pro Konto abzuheben = 2x ZAR 10’000, was eine vernünftige Geldmenge ergibt. Sobald wir diese Summe am ATM-Automaten (Bankomat) bezogen haben, wird erneut ein gleicher Betrag auf die beiden VISA-Karten übertragen, etc…

Mit diesem Vorgehen verhindern wir a) dass unser Konto leergeräumt werden könnte, sollten mal unsere VISA-Karten oder die Kartendaten geklaut werden und b) bei einem Überfall (von dem wir nicht ausgehen) könnten wir die VISA-Karten ruhigen Gewissens aus den Händen geben …. Es besteht somit keine direkte Verbindung zwischen unseren Bankkonten und unseren Karten.

Wir führen für den Notfall zwar noch vollwertige Kreditkarten mit uns, verwenden diese jedoch in der Regel nicht. Wir bevorzugen das Bezahlen mit Bargeld. Das hilft uns, den Überblick zu behalten.

Kosten

Was kostet so eine Reise? Diese Frage bewegt jeden, der eine Reise planen möchte. Die Frage ist jedoch falsch gestellt, denn wir müssen nicht nur die Reisekosten bedenken, sondern auch die Fixkosten, die zu Hause anfallen (sofern man seinen Wohnsitz behält). Mit dieser Frage haben wir uns intensiv auseinandergesetzt und im Vornhinein versucht, alle entstehenden Kosten zu erfassen – mittels Excel-Tabellen natürlich. Das ist uns teilweise auch gelungen aber es gibt immer wieder Überraschungen, was noch alles zu bezahlen ist.

Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass viele Kosten anfallen, bevor man überhaupt auf der Reise ist. Z.B. muss die Kaution für das Carnet des Passages (in unserem Fall Euro 20’000) hinterlegt werden, Flugtickets, Fahrzeugverschiffung, allfällige Reservationen etc. müssen im Voraus berappt werden.

Die Reisekosten haben wir „aus dem Bauch heraus“ budgetiert. Schon auf Grund hypothetischer Berechnungen, aber letztlich doch im nicht ganz sicher wissen, wie teuer es wird.

Man hört ja immer wieder von Reisenden mit eigenem Fahrzeug, die behaupten, mit Euro 1000 bis 1500 pro Monat über die Runden zu kommen. Wenn das stimmt, stellt sich die Frage, ob auch wirklich alle Kosten gerechnet wurden oder eben nur die effektiv auf der Reise anfallenden Kosten.

Kosten sparen kann man eindeutig, wenn man frei steht, also Campingplätze möglichst meidet. Sparen kann man auch, wenn man z.B. im südlichen Afrika kaum Nationalparks oder diese nur ganz kurz besucht. Aber wollen wir das? Nein – wollen wir nicht. Wir reisen nicht um Geld zu sparen sondern um etwas zu sehen. Deshalb sind auch teurere Camps z.B. in Botswanischen Nationalparks auf unserem Programm, was unsere Kosten gegenüber den Sparern und Kostenvermeidern  natürlich etwas steigen lässt. Zudem fühlen wir uns (momentan) immer noch wohler, hier im südlichen Afrika auf Campingplätzen zu übernachten. Das gibt nicht nur ein Gefühl von Sicherheit, sondern auch Kontakte.

Kostenvoranschlag

Der nachfolgende Kostenvoranschlag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Besonderen müssen die eigenen Fixkosten, die während der Reise anfallen, selber eruiert werden.

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Kostenzusammenstellung

 

Versicherungen

Wir wähnen uns glücklich, dass wir bei einer renommierten Schweizer Versicherungsgesellschaft – Die Mobiliar – eine weltweit gültige Vollkaskoversicherung abschliessen konnten. In dieser Versicherung sind auch Schiffspassagen mitversichert. Dadurch haben wir uns die Verschiffungsversicherung gespart, die ungefähr dem Aufschlag von der europaweit gültigen Vollkasko-Versicherung zur weltweit gültigen Prämie entspricht. Allerdings wurde uns gesagt, dass Die Mobiliar diese Versicherung nur langjährigen und guten Kunden gewähren würde.

In Südafrika ist man durch das Treibstoff-Tanken haftpflichtversichert. Das genügte uns jedoch nicht, weshalb wir in Südafrika intensiv nach einer Fahrzeug-Haftpflichtversicherung (third party liability) gesucht haben, die auch für die übrigen Länder des südlichen Afrika gültig sein sollte. Es war uns aber leider nicht möglich, eine Versicherung zu finden, auch nicht mit Hilfe von Freunden. Wir erhielten in der Regel gar keine Antwort und am Ende hiess es lakonisch, man sei nur an einem Versicherungspaket interessiert (Hausrat + Fahrzeug +).

Wir haben deshalb die relativ teure Variante von TourInsure in Deutschland (Axa-Tochter) abgeschlossen. Das Angebot von TourInsure war etwas günstiger als die Versicherungsagentur Assurantiekontor Alessie in den Niederlanden.

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