Gepäcktransport

Warum „Gepäcktransport“? Ist denn nicht alles „Gepäck“ mit dem Camper auf dem Schiff nach Port Elizabeth gereist? – Nein! Einerseits beschränkt sich bei der Schifffahrtslinie Wallenius Wilhelmsen der Inhalt, der im Fahrzeug mitgeführt werden darf auf

  • Fahrzeugzubehör (Sandbleche, 2 Reserveräder) und auf
  • Campingmaterial (Tische und Stühle, Besteck, Geschirr und Bettzeug)

und andererseits mussten alle Schlüssel an die Schiffahrtslinie abgegeben werden, auch diejenigen von Wohnraum und Aussen-Stauräumen (neue Regelung seit Juli 2015).

Wir entscheiden uns deshalb, das übrige Gepäck – und das war im Zusammenhang mit umfangreicher Fotoausrüstung, Werkzeug und Ersatzteilen, mehr als wir uns ausgemalt hatten. Nachfolgend ist der vorbereitete Heckstauraum zu sehen, dann die Auslegeordnung für unser Zusatzgepäck – und schliesslich auch noch, was alles wir im doppelten Boden unseres Fahrzeugs (und an anderer Stelle) dennoch im Fahrzeug mit verschifft haben…

Für den Versand des Zusatzgepäcks gäbe es grundsätzlich zwei Varianten: a) mittels separater Verschiffung und b) mittels Luftfracht. Die Schifffracht ist für uns nicht in Frage gekommen, weil wir dann das Gepäck ebenfalls gut 3 Wochen vor Abreise hätten aufgeben müssen und weil die Ankunft des Gepäcks in einem südafrikanischen Hafen zeitlich schlecht koordinierbar gewesen wäre. Also Luftfracht. Wir haben uns für SWISS WORLD CARGO entschieden, weil der Flughafen Zürich nur etwa 30 Minuten von unserem Wohnort entfernt ist und weil auf dem Flug Zürich – Johannesburg nicht Umgeladen werden muss, was ein Plus-Punkt bezüglich Sicherheit darstellt.

Obschon wir für SWISS WORLD CARGO ja ein ganz kleiner Fisch sind, wurden wir von Anfang bis zum süssen Ende sehr freundlich, effizient und kompetent bedient. Auch die Formalitäten haben sich in engen Grenzen gehalten. Wir mussten lediglich eine „grobe Packliste“ erstellen. Natürlich hatten wir alle Boxen sauber etikettiert und beschriftet und mit Kabelbundern gesichert.

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Swiss World Cargo unterhält in Johannesburg ebenfalls ein Büro – Ansprechpersonen sind also vorhanden. Ausgeliefert wird die Ware jedoch durch den Cargo-Terminal von Lufthansa.

Gleich nach Ankunft unseres Fluges nahmen wir unseren Mietwagen entgegen, welchen wir für den Transport des Gepäcks zum Hafen von Port Elizabeth gemietet hatten. Danach wollten wir gleich unser Gepäck am Lufthansa-Terminal abholen. Der Lufthansa Terminal war denn auch offen und grundsätzlich hätten wir – sehr effizient – unser Zusatzgepäck gleich mitnehmen können …. also: alle Cargo-Terminals geöffnet, aber der südafrikanische Zoll hatte um 11 Uhr eben gerade geschlossen – nur um einige Minuten verpasst! Am Folgetag fuhren wir nochmals hin und konnten ohne Probleme unser Gepäck herauslösen:

  1. Am Lufthansa Cargo-Terminal den Frachtbrief abholen
  2. Zum südafrikanischen Zoll im Hochhaus gleich nebenan gehen und die Papiere abstempeln lassen
  3. Bei einem Agenten in einem der darüber liegenden Geschosse die Papiere für ZAR 2000 ausstellen lassen (wofür war mir unklar)
  4. Zurück zum Lufthansa Cargo-Terminal, Papiere abgeben und warten – bis dann einer Zeit hat, das Gepäck zu bringen – es geht nach der Regel „first come – first serve“, nur wenn da gerade eine Grossladung vor einem abgefertigt wird, kann es schon ein wenig dauern…
  5. Gepäck einladen und losfahren ….

Also bei uns war die Dame am Schalter des südafrikanischen Zolls sehr grosszügig und nett. Keine Fragen, keine Diskussionen über Warenwert und Menge. Vielleicht half hier auch unser „Temporary Residence Retirement Visum“. Die Wartezeit betrug etwa 20 Minuten. Danach angelte mich eine hübsche, elegante Schwarze auf dem Korridor und brachte mich zu einem der unzähligen Agenten, da nochmals etwa 30 Minuten warten, bei Lufthansa etwa 45 Minuten. Nicht schlecht, was?

Lufthansa Cargo Terminal, OR Tambo Flughafen, Johannesburg  -26.111360, 28.240148

Zollgebäude OR Tambo Flughafen Johannesburg -26.114804, 28.238460